Ich darf nicht auf M6mobile.fr
Veröffentlicht am 14 Oktober 2012

Und es ist gut möglich, dass du es auch nicht darfst.
Ich erkläre es dir. Vorhin stoße ich im Fernsehen auf den Werbespot von M6 Mobile. So weit nichts Verrücktes. Da ich mich aber grundsätzlich für den Mobilfunkmarkt interessiere, bleibe ich an den Angeboten hängen, die in dem Spot genannt werden.
So etwas wie 10 Euro im Monat für 1 Stunde Gespräch. Ich denke sofort, dass sie Ende 2012 damit wohl kaum jemanden ins Träumen bringen.
Aber trotzdem, weil ich neugierig bin, beschließe ich, mir die Angebote im Detail anzusehen, und tippe „m6mobile.fr" auf meinem iPhone ein, um ihre Angebote zu sehen.
Und plötzlich: der LOL.
Weil ich nicht per 3G im Orange-Netz eingewählt bin, ist die Seite M6mobile auf meinem Smartphone gesperrt. Ich lasse mir das also sofort von den Leuten auf Twitter bestätigen:
Und die Antworten prasseln herein:
Es ist also ganz einfach und glasklar: Die Seite M6mobile.fr ist schlicht für Smartphones gesperrt, die nicht bei Orange eingewählt sind. Nur zur Klarstellung: Der M6-Mobile-Tarif ist natürlich ein Orange-Tarif. Ich formuliere es neu: Die Website, die dazu dient, M6-Mobile-Tarife zu bewerben und zu verkaufen, ist für alle Kunden anderer Anbieter unzugänglich (oder für die, die per WLAN verbunden sind).
Was mich daran ankotzt, ist, wenn ich sehe, wie viel Kohle von Orange zum Fenster rausgeworfen wird, um Milliarden von Dingen zu machen, die nichts mit Mobilfunk zu tun haben, die Millionen, die jedes Jahr in diverses Marketing gesteckt werden, und das alles, um am Ende unfähig zu sein, eine mobile Website hinzukriegen, die für alle zugänglich ist. Na ja.
Anmerkung: Neulich hatte ich mir eine ganz ähnliche Bemerkung erlaubt, als Sosh seine iPhone-App zur Tarifüberwachung herausgebracht hat, die nicht mal die genutzte Datenmenge anzeigt. Das ist lächerlich.
Bildnachweis: KI-generierte Illustration
Von Paingout



