Befreit das wilde Haar!

Veröffentlicht am 4 Mai 2016

Ich bin so ein Typ mit wildem Haar. „Wildes Haar haben" ist wahrscheinlich ein Ausdruck, den vor allem die Leute kennen, die eben wildes Haar haben. Dieser Fluch betrifft, grob geschätzt, ein gutes Drittel der Bevölkerung und versetzt uns seit unserer frühesten Kindheit in Panik.

Ich erinnere mich an manche Morgen, bevor ich zur Schule ging, an denen ich Stunden damit verbrachte, diese rebellische Strähne glattzustreichen, die kerzengerade von meinem Kopf abstand, diesen unerträglichen Wirbel, den keine Gel-Schicht bändigen konnte, und den beharrlichen Blick der Leute über meinem Kopf, die mehr an dieser unwahrscheinlichen Form interessiert waren als an dem, was ich erzählen konnte.

Während in Wirklichkeit das wilde Haar eine Stärke ist, es ist ein freies Haar, das zu seinen Formen steht und beschließt, dorthin zu gehen, wo es ihm gefällt. Es ist schön, es ist ungestüm, man muss es sein Leben leben lassen!

Umso mehr, als machen wir uns nichts vor, wenn man versucht, ein Haar zu disziplinieren, neigt es zwangsläufig dazu, sich zu verstärken und noch blöder zu sein. Ich erinnere mich an diese Nachrichtensprecherin auf TF1, die eine ganze Nachrichtensendung mit einer waagerecht abstehenden Strähne moderiert hat. Ich bin überzeugt, dass die Friseure der Sendung Stunden damit verbracht haben, dagegen anzukämpfen, und je mehr sie kämpften, desto mehr rebellierte die Strähne!

All das nur, um zu sagen: Befreit das Haar, lasst das Gel, den Haarlack, die Glätteisen, ihr seid mehr als niedlich mit euren freien Haaren!

Bildnachweis: DR

Von Paingout

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